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Mit der Verarbeitung des rötlich, rostfarbigen Kernbereiches von über 120 Jahre alten Buchenstämmen beteiligt sich unser Haus an einer Initiative des Landes Baden-Württemberg und des BUND- Deutschland, die sich vor allem aus ökologischen Gründen die Förderung dieses wunderbaren Werkstoffes Rotkernbuche zum Ziel gesetzt haben.

Bei der Auswahl seiner Massivholztische setzt DRAENERT sehr ausgefallene Varianten der uns sonst vertrauten einheimischen Holzarten ein. Hierzu zählen insbesondere die farbigen Kernbereiche des Feldahorns, der Hainbuche, der Esche und der Birke. Aus unterschiedlichen Gründen finden wir bei diesen Baumarten, vor allem bei Stämmen mit einem Alter von über 120 Jahren einen markant dunkler verfärbten Kernbereich, was in der aus mehreren Kernbrettern zusammengesetzten Tischplatte zu einer überaus reizvollen und lebendigen Flächenstruktur führt.

Die allgemeine Gewöhnung an die reproduzierbaren Massenprodukte unserer heutigen Hochglanz-Optik hat leider auch einen Maßstab an den traditionellen Werkstoff Holz herangetragen, der seinen unverwechselbaren Eigenarten und Eigenschaften nicht gerecht wird. So sollte Massivholz die „fehlerlose“ Regelmäßigkeit ausgesuchter Edelfurniere aufweisen und möglichst die gleiche Standfestigkeit, wie die homogene Materialstruktur einer Holzfaserplatte besitzen. Dies hat in der Möbelfertigung wie überhaupt im Holz verarbeitenden Handwerk zu einem enormen Ressourcenverbrauch geführt, mit dem Resultat, dass ein Großteil unserer einheimischen Baumbestände nicht oder nur sehr eingeschränkt für den Möbelbau verwendbar ist. Dieser Effekt hat aber am wenigsten mit funktionalen Gründen zu tun, als vielmehr mit durchaus befragbaren ästhetischen Vorentscheidungen.

Der natürlich gewachsene Werkstoff Massivholz kennzeichnet sich, wie alles Lebendige, durch seine Individualität. Maserung, Farbgebung, Einwüchse, Äste und Rissbildungen sind Zeugnisse der konkreten Biographie eines Baumes und deshalb von Stamm zu Stamm unterschiedlich. Ein guter Schreiner weiß die Grenze zu konstruktiven Mängeln zu ziehen und aus diesen Gründen für die jeweils gewünschte Funktion unbrauchbares Material auszusondern.

Mit einer speziellen Modellreihe haben wir versucht, eine klassische Formgebung und einen rustikalen natürlich gewachsenen Werkstoff zu vereinen. Nun ist Kernholz naturgemäß stark von Ästen durchsetzt und neigt zu starker Rissbildung. Zwar begegnen wir dieser Eigenschaft durch entsprechenden Zuschnitt der Kernbohlen und durch künstliche Trocknung des Holzes auf das heute durchschnittliche Raumklima zentralbeheizter Räume, aber diese rustikalen Effekte sind zusammen mit der dunklen Verfärbung und der gebürsteten und geölten Oberfläche gewollt. Sie geben diesem Tisch sein unverwechselbares Erscheinungsbild.

Wie jedes Massivholz passt sich auch dieser Tisch dem jeweiligen lokalen Klima an und wird sich in Abhängigkeit zu Temperatur und Luftfeuchtigkeit verändern. Sich verändernde Risse, wellige Oberflächen, fühlbare Übergänge an den Leimfugen sind durchaus normal, werden aber die Funktionalität des Möbels in keiner Weise beeinträchtigen. Im Gegenteil, sie spiegeln die Urtümlichkeit dieses gebräuchlichsten aller Werkstoffe in der Kulturgeschichte.

Geölte Oberflächen „atmen“. Sie sind nicht durch Kunstharze versiegelt, was sie anfälliger gegen Flüssigkeiten aller Art macht. Durch den Gebrauch und durch Nachölen mit Draenert Holz-Pflegeöl (alle 6 Monate), erhalten sie aber ihre natürliche Patina, die die Oberfläche relativ widerstandsfähig macht.
Allgemeine Pflegeanleitung
- Vorsicht beim Aufstellen von Massivholztischen auf einer Fußbodenheizung oder in ständiger intensiver Sonneneinstrahlung (Wintergarten). Aus den genannten Gründen bedeuten diese Orte extremen Stress für Massivholzmöbel. Verwerfungen und deutliche farbliche Veränderungen sind gegebenenfalls möglich.
- Unsere Tische sind mit natürlichen Hartölen vorbehandelt. In Abhängigkeit von Nutzungs- und Reinigungsgewohnheiten muss diese offene Oberfläche regelmäßig erneuert werden. Hierzu finden Sie ein entsprechendes Holz-Pflegeöl in unserem Sortiment. Wenden Sie sich bitte an Ihr Einrichtungshaus.
In die Holzfaser eingedrungene Flecken können wie folgt behandelt werden:
- Bei geschliffenen Oberflächen Schleifen in Faserrichtung (stufenweise mit Körnung 100 - 600) bis der Fleck verschwunden ist. Danach großflächig die Übergänge angleichen. Zunächst den unmittelbaren Fleckbereich 1-2 x ölen, danach die gesamte Fläche.
- Bei gebürsteten Oberflächen Ausbürsten der Schadstelle mit einer scharfen Wurzel- oder mit einer Messingbürste in Faserrichtung, bis der Fleck verschwunden ist. Danach großflächig die Übergänge angleichen. Es darf in keinem Fall geschliffen werden, weil sich hierdurch eine andere Oberflächenoptik ergibt. Anschließend weiter wie oben beschrieben.
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Holzkatalog

Materialinformation zu Massivholz

Materialinformation zu Kernholz (Rotkernbuche)

Materialinformation zu Edelfurnier

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